10
Apr
2018
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Tennisarm

Hallo Ihr Lieben,

heute soll es mal um ein eher ernstes Thema gehen: den Tennisarm. Was so banal klingt, ist leider ziemlich schmerzhaft. Wer von Euch leidet auch darunter? Der Tennisarm ist seit mittlerweile 12 Jahren mein ständiger Begleiter. Und glaubt mir, ich habe alle möglichen Heilungsmethoden ausprobiert. Meine Erfahrungen möchte ich heute mit Euch teilen und all jenen Mut machen, die ihren Tennisarm wie ich einfach nicht so richtig loswerden und immer wieder mit Beschwerden zu kämpfen haben… Es gibt Möglichkeiten die Schmerzen zu lindern und langfristig wieder Sport zu treiben!

 

Aber nun erstmal zur Theorie:

Ein Tennisarm entsteht durch die einseitige Überbelastung des Unterarms beim Sport oder am Arbeitsplatz. In meinem Fall das jahrelange Badmintonspielen inklusive 5 mal die Woche Training und Wettkämpfen am Wochenende. Eine Reizung am Sehnenursprung der Handgelenkstreckmuskulatur verursacht die typischen Schmerzen an der Außenseite des Ellenbogens. Ein akuter Tennisarm verlangt Ruhe und Schonung! Als ehrgeizige junge Sportlerin wollte ich damals aber auch nach der Diagnose keine Abstriche machen. Daher konnte mein Tennisarm leider nie richtig ausheilen. Heute begrüßt er mich jeden Morgen beim Türoffnen, Kaffeetasse anheben, Mausklicken und Tippen… Autsch! Aber es gibt Hoffnung, denn trotz Beschwerden kann ich noch immer Badminton spielen 😉 Weiter unten verrate ich Euch wie das möglich sein kann!

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Natürlich trainiere ich nicht mehr 5 mal die Woche und schone meinen Arm, wann immer es nötig ist. Ich spiele mittlerweile nur noch Doppel, weil mein Arm Einzelduelle einfach nicht mehr mitmacht. Aber ich bin ohnehin die bessere Teamplayerin. Und zu zweit macht gewinnen gleich doppelt Spaß 😉

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Kommen wir nun zu den verschiedenen Tennisarm-Heilungsmethoden, die ich ausprobiert habe und/oder empfehle:

1. der Gips

Bei einem akuten Tennisarm gilt es Belastungen erstmal komplett zu vermeiden! Mir wurde damals nur ein loser Verband angelegt, als die Entzündung gerade akut war. Nach zwei Wochen habe ich wieder weiter Badminton gespielt. Das war der größte Fehler! Daher rate ich Euch: Sagt ja zum Gips! Ich weiß, dass es nervig ist und man eine Zeit lang nur sehr eingeschränkt leben und arbeiten kann, aber glaubt mir: Es lohnt sich die Entzündung einmal richtig abheilen zu lassen und länger als zwei Wochen vom Sport auszusetzen! Habt Geduld, Euer Arm wird es Euch definitiv danken. Und ihr werdet sehen, wie schnell Euer anderer Arm (in meinem Fall der linke) die Aufgaben des verletzten Arms übernimmt 😉

 

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2. Stosswellentherapie

Bei der sogenannten Stoßwellentherapie regen außerhalb des Körpers erzeugte Druckwellen die Durchblutung und den Zellstoffwechsel im erkrankten Gewebe an. Tut weh, aber hilft! Die Stoßwellentherapie ist mir Abstand die BESTE Maßnahme!

3. Akupunktur

Akupunktur wird zur Behandlung des Tennisarms sogar von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen. Bei mir hat diese Behandlungsmethode aber leider nicht angeschlagen.

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4. Spritzen

Mit Kortisonspritzen kann eine temporäre Schmerzlinderung erreicht werden, eine langfristige Besserung wird dadurch jedoch nicht begünstigt.

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5. Bandagen oder Tapes

Eine Bandage am Ellbogen trägt zur Verteilung der Sehnenbelastung bei und ist eine gute Schonmöglichkeit. Zu starke Verkürzungen der Muskeln, Sehnen und Bändern im Bereich des Ellenbogens sollten aber vermieden werden. 

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Die Alternative sind Tapes, die wenn man an sie glaubt, kleine Wunder bewirken können. Ich glaube an Tapes und fühle mich mit meinem pink getapten Arm immer gleich viel wohler 😉

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6. Muskelaufbau

Nach jahrelangem Hin und Her habe ich wieder mit dem gezielten Muskelaufbau begonnen und muss sagen, dass mir das mit am meisten geholfen hat. Mit Bändern und Eigengewichtsübungen erreiche ich die Tiefenmuskulatur und stärke auch meinen verletzten Arm!

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Auf meinem letzten Sportbeitrag findet Ihr mein Terrabandworkout: hier !

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7. Physiotherapie

Rehabilitationsmaßnahmen wie die Physiotherapie sind vor allem nach dem Ausheilen der akuten Entzündung wichtig. Voraussetzungen sind allerdings das regelmäßige und konsequente Durchführen der Übungen und ein guter Physiotherapeut! Einen guten Physiotherapeuten habe ich bisher nicht gefunden.

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8. der richtige Stuhl

Was jetzt kommt ist besonders wichtig und wird immer noch häufig vergessen. Ihr Lieben, ich spreche von der richtigen Haltung am Arbeitsplatz! Auch ich würde natürlich am liebsten den ganzen Tag nur auf diesen pinken Stühlchen sitzen und mich wie im Walt Disney Film fühlen, auf Dauer kann das aber sehr schädlich sein. Und zwar nicht nur für den Rücken, sondern auch für den Tennisarm. Es muss also ein guter, ergonomischer Stuhl her!

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9. Massage

Kräftige Massagen können ebenfalls eine entspannende Wirkung haben! Bei Sportverletzungen lasse ich mich ausschließlich von Männern massieren. Frauen haben leider nicht so viel Power. Am Anfang waren die Massagen sehr schmerzhaft. Irgendwann gewöhnt man sich aber an die Schmerzen!

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10. Schmerzcremes

Final möchte ich Euch die Verwendung von Sport-Gels ans Herz legen. Ich bin kein Fan von Voltaren, aber die Gels von Rowo und Terrazym kann ich wärmstens empfehlen! Ohne meine Cremes gehe ich nicht aufs Feld!

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Einfach vor und nach dem Training (oder anderer Belastung) liebevoll einreiben 😉

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Beim Tennis trainiere ich nun außerdem fleißig, weniger aus dem Handgelenk zu schlagen und meinen Arm richtig und nur schonend zu belasten. Wenn ich Schmerzen habe, lasse ich es etwas langsamer angehen. Aufgeben ist aber keine Option 😉IMG_3989

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Denn mich und meinen Sport kann nichts und niemand trennen, auch kein Tennisarm! Ich spiele solange wie mein Arm noch dran ist 😉

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Da ich nicht übertreiben möchte… spiele ich aktuell kein Squash mehr! Es ist aktuell zu gefährlich 3 Schlägersportarten zu mischen.

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Am Samstag geht es für mich wieder auf das Badmintonfeld. Wir haben ein Mannschaftsspiel in Hamburg! Mein erstes Spiel in meinem neuen Hamburger Verein 🙂

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Wenn Ihr also auch mit einem Tennisarm zu kämpfen habt, lasst Euch ja nicht unterkriegen! Let’s start the fight 😉

 

Eure

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