21
Apr
2018
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Finanzierung

Hallo Ihr Lieben,

heute gibt es mal wieder einen Beitrag meiner Serie zum Thema Existenzgründung für alle Selbstständigen oder jene, die es noch werden möchten! Wer von Euch plant zu gründen oder ist bereits Unternehmer? Habt Ihr bereits einen aussagekräftigen Businessplan erstellt? Wenn ja, dann geht es für Euch nun direkt weiter zur Finanzierungsfrage.

Wer sich mit seinem Businessplan noch unsicher ist, schaut doch mal bei meinem Beitrag zum Thema Businessplan vorbei, wo ich die einzelnen Bestandteile eines Businessplans Schritt für Schritt für Euch aufgedröselt habe 😉

Die Zeit zum Gründen ist reif! Immer mehr junge Menschen wollen sich selbstständig machen und starten bereits über Websites und Social Media durch. Der erste Schritt in die Selbstständigkeit ist dank Web 2.0 heute einfacher denn je. Doch leider können nur wenige dieser kurzentschlossenen Jungunternehmer am Markt bestehen. Woran das liegt? Häufig sind (auf die Dauer) fehlendes Kapital oder unternehmerisches Know-How der Grund. Denn auch die besten Ideen fallen ohne das nötige Kapital leider unter den Tisch. Das möchte ich ändern! Und mehr Menschen dazu inspirieren, sich mit dem Thema Finanzierung auseinanderzusetzen! Natürlich ist die Existenzgründung ein langwieriger Prozess, der viel Zeit und Nerven kostet und den man keineswegs unterschätzen sollte. Doch die intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschäftsidee im Rahmen der Erstellung des Businessplans hilft Euch nicht nur beim Gespräch mit der Bank, sondern auch später noch enorm bei der Umsetzung Eurer gesteckten Ziele. Es lohnt sich also wirklich!

Denn wenn Ihr für Eure Idee wirklich brennt ist kein Weg zu weit! Jeder kann sich in die Themen einarbeiten, man benötigt nur ausreichend Durchhaltevermögen 😉 Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Vor meiner Gründung 2016 habe ich fleißig Gründungsseminare und Gründermessen besucht und jede Menge recherchiert. Vorbereitung ist Trumpf! Denn um später Fördermittel oder einen Kredit zu erhalten, ist ein wasserdichter Businessplan sowie die eigene Qualifikation und Überzeugung im persönlichen Gespräch mit den Bankberatern unglaublich wichtig. Gerade als junger Mensch ist es natürlich nicht ganz einfach an Kredite zu kommen, da für die Bank kaum Sicherheiten gegeben sind. Ich selbst habe mit 25 Jahren gegründet und hatte dementsprechend keine Sicherheiten wie Eigenkapital, Immobilien oder Bürgen anzubieten. Viele junge Start-Ups gehen aufgrund dieser Hürde gar nicht erst an den Start, einfach weil die finanzielle Unterstützung fehlt. Ich kann nur sagen: Nicht verzagen! Denn es gibt viele unterschiedliche Möglichkeiten der Start-Up-Finanzierung. Eure Bank hilft Euch dabei herauszufinden, welche Art der Finanzierung zu Eurem Business am besten passt. Für jede Idee eignen sich auch jeweils unterschiedliche Finanzierungsmethoden.

Um an dieser Stelle nur ein paar Möglichkeiten zu nennen: Existenzgründungszuschuss, Investoren, Business Angels, Venture-Capital-Gesellschaften, Förderpreise, Gründerkredite und und und…

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Da ich selbst einen sogenannten Gründerkredit aufgenommen habe, kann ich Euch dazu natürlich am meisten erzählen und meine Erfahrungen mit Euch teilen. Gründerkredite können teilweise noch bis zu 5 Jahre nach Markteintritt aufgenommen werden. Es empfiehlt sich in jedem Fall, Kontakt zur eigenen Hausbank aufzunehmen. Hier werden später auch jegliche Anträge auf finanzielle Mittel gestellt. Ich habe mich damals also auf den Weg zur Haspa (der Hamburger Sparkasse) gemacht. Der Ablauf ist aber überall ähnlich:

Im Vorhinein möchte Haspa bereits sämtliche Unterlagen zur Durchsicht erhalten. Diese beinhalten einen möglichst vollständigen Businessplan, einen Lebenslauf sowie die ausgefüllte Selbstauskunft. Binnen kurzer Zeit werden Bewerber dann zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, um alle noch offenen Fragen zu klären.

Nach einem positiven Erstgespräch wirbt Haspa für Euch öffentliche Fördermittel ein. Sind am Ende auch die Partner (in meinem Fall die IFB Hamburg) von Eurem Geschäftsvorhaben überzeugt, kann es endlich losgehen. Einige Wochen nach dem Beratungstermin können dann die Verträge aufgesetzt und unterschrieben sowie der Kredit ausbezahlt werden.

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Eine Alternative zur Aufnahme eines Kredits kann übrigens die Teilnahme an Businessplanwettbewerben sein. Dabei kann man nicht nur Geld zur Finanzierung der eigenen Geschäftsidee gewinnen, sondern zusätzlich auch fachspezifischen Support von Experten. Eine super Möglichkeit, um Kontakte zu knüpfen und sich in Sachen Existenzgründung weiterzubilden. Ich selbst habe damals zum Beispiel auch an vielen Veranstaltungen der NUK (Neues Unternehmertum Rheinland e. V.) teilgenommen, um mir Anregungen zur Optimierung meines Businessplans zu holen. NUK veranstaltet darüber hinaus auch besagte Businessplanwettbewerbe.

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Ich selbst habe mich damals für den sogenannten Hamburg Kredit entschieden. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) fördert ortsansässige Unternehmen und Freiberufler mit zinsgünstigen Krediten, um die Start-Up-Szene in Hamburg zu pushen. Besonders der Bürgermeister hätte gerne mehr erfolgversprechende Start-Ups in Hamburg als in Berlin 😉 Aufgrund der guten Startbedingungen in Hamburg und natürlich aus Liebe zu meiner Stadt habe ich mich also bewusst für Hamburg als Standort meiner Onlinefirma entschieden.

Gleichermaßen entschlossen und nervös reichte ich also meinen Businessplan bei der Haspa ein. Nach einem ersten Gespräch mit einem Sachbearbeiter wurde ich dann in die Start-Up-Abteilung geschickt und stellte mich dort persönlich vor. Je nach benötigter Kreditsumme landet man hier bei einem bestimmten Ansprechpartner. An dieser Stelle musste dann Überzeugungsarbeit geleistet werden 😉 Ich erzählte dem zuständigen Mitarbeiter also von meiner Geschäftsidee und besprach mit ihm auch die nötigen Formalitäten rund um die Finanzierung, Versicherungen und vieles mehr. Die Haspa leitete meinen Businessplan dann an die IFB Hamburg weiter, die in den folgenden Wochen über die Zukunft meines Unternehmens entscheiden sollte…

Ich musste also eine Weile bangen… Denn ich war bei der Entwicklung meiner Firma natürlich bereits in Vorkasse gegangen, um beispielsweise mein Logo anzumelden. Und dann war es tatsächlich soweit, ich erhielt den Kredit in meiner gewünschten Höhe! Um auch das im Finanzplan angegebene Budget für Betriebsmittel zu erhalten, musste ich sämtliche Rechnungen für Investitionen wie Büroausstattung, IT Hardware und Geräte einreichen. Auch hier also Vorkasse… Für diese Mittel hatte ich 7.000 Euro angesetzt. Mein Gründerkredit belief sich insgesamt auf 38.000 Euro mit 2 Jahren Zinsfreiheit. Ab März muss ich alle 3 Monate Raten zurückzahlen, daher ist das Thema auch bei mir gerade wieder up-to-date. Hier auf meinem Blog bleibt Ihr natürlich auf dem Laufenden, wie es mit meiner Firma Pukingunicorn die nächsten Jahre so weitergeht 😉

Im März ist erstmal Zahltag… da wird das pinke Schwein geschlachtet!

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Eure

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