27
Mrz
2018
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Die Wahl der Rechtsform!

Hallo Ihr Lieben,

das geht raus an alle fleißigen Gründer und die, die es noch werden möchten! Stay motivated! In meiner Beitragsreihe zum Thema Existenzgründung habe ich Euch zuvor bereits von meiner eigenen Unternehmensgründung berichtet und Euch von der Logoentwicklung, der Markenanmeldung und dem Businessplan bis hin zum Kampf um die Domains erzählt. Doch was gilt es eigentlich sonst noch zu beachten? Richtig! Die Wahl der am besten für Eurer individuelles Unternehmen geeigneten Rechtsform. Darum soll es heute gehen ;)

Auf dem Weg in die Selbstständigkeit stellen sich für Gründer zahlreiche Fragen. So auch die Frage nach der besten Rechtsform. Hier gibt es eigentlich kein richtig oder falsch! Bei den unterschiedlichen Rechtsformen dreht es sich nämlich im Wesentlichen um Aspekte wie die Haftung und das Startkapital sowie einige eher formale Bestimmungen. Welche Rechtsform Ihr wählen solltet, hängt also ganz von Eurer Idee, Euren Zielen und Startvoraussetzungen ab. Infrage kommen beispielsweise ein Einzelunternehmen, eine Personen- oder Kapitalgesellschaft. Mit den verschiedenen Rechtsformen sind unterschiedliche Vorteile, aber auch Anforderungen und Pflichten für den Unternehmer verbunden.

1. das Einzelunternehmen

Wenn Ihr Euch mit einem Kleingewerbe oder als Freiberufler selbstständig machen wollt, gründet ihr quasi „von allein“ ein Einzelunternehmen. Die Anmeldung eines Kleingewerbes kostet 20€ und eignet sich daher optimal für den Einstieg in Euer Business. Der Vorteil: Ein Kleingewerbe müsst Ihr nicht ins Handelsregister eintragen lassen. Somit unterliegt ihr auch noch nicht den recht komplizierten Vorschriften des Handelsgesetzbuches ;) Das bedeutet erstmal weniger Verwaltungsaufwand und Umsatzsteuerfreiheit. Knackt Ihr irgendwann die Umsatzgrenze, heißt es jedoch trotzdem: Steuern zahlen! Bis dahin könnt Ihr Eure Geschäftsidee aber ausgiebig testen und optimieren.

Mit meinem Modelgewerbe bin ich mittlerweile umsatzsteuerpflichtig. Zu Beginn bin ich mit einem Kleingewerbe durchgestartet! Für meine Social Media Agentur pukingunicorn habe ich mich für eine UG entschieden, die langfristig zu einer GmbH werden soll. Doch dazu gleich mehr ;)

2. die GbR

Wenn zwei oder mehr Geschäftspartner gemeinsam gründen, bilden sie automatisch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR). Der Vorteil: Diese Personengesellschaft braucht kein Mindestkapital. Der Nachteil: Die Unternehmer haften im Schadensfall (zum Beispiel im Fall von Verschuldung) jeweils mit ihrem Privatvermögen.

3. die GmbH

Wer seine Haftung beschränken möchte, sollte einen Blick auf die Rechtsform der GmbH werfen. Diese gehört zu den Kapitalgesellschaften und haftet in der Regel ausschließlich mit ihrem Firmenvermögen. Der Vorteil: Ihr seid abgesichert! Die Haftungssumme beschränkt sich auf die Höhe Eurer Einlage, also dem Startkapital für die Gründung der GmbH. Der Nachteil: Eine GmbH ist nicht ganz so einfach und schnell zu gründen. Es wartet jede Menge Papierkram… Vorgeschrieben ist außerdem eine Mindesteinlage von 25.000 Euro.

3.1 die UG (haftungsbeschränkt)

Für Gründer und Gründerinnen kleiner gewerblicher Start-Ups eignet sich die UG (haftungsbeschränkt). Seit 2009 existiert diese Variante der GmbH, für die ein Mindeststammkapital von nur 1€ vorgeschrieben ist. Optimal also für Dienstleister oder andere Unternehmen, die mit wenig Kapital auskommen und auf die wesentlichen Vorteile einer GmbH nicht verzichten möchten! So auch für mich ;) Ein kleines Aber gibt es jedoch auch hier: die Rücklagepflicht. Denn Gewinne einer UG dürfen nicht in voller Höhe ausgeschüttet werden. 25 Prozent Eures Gewinns müssen so lange zurückgelegt werden, bis ein Stammkapital von mindestens 25.000 Euro erreicht ist. Wie lange Ihr dafür benötigt ist völlig egal. Habt ihr die Mindeststumme jedoch einmal erreicht, steht es Euch frei, Euer Baby in eine GmbH umzuwandeln ;) Dasselbe Ziel verfolge ich auch mit meiner UG (haftungsbeschränkt) pukingunicorn. Bald ist es hoffentlich soweit!

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Neben den genannten Rechtsformen gibt es natürlich noch einige weitere Varianten und Möglichkeiten für Euer Unternehmen. Informiert Euch daher im Detail über die infrage kommenden Rechtsformen und lest auch das Kleingedruckte ;) Grundsätzlich solltet Ihr bei der Wahl Eurer Rechtsform immer auch einen abschließenden Beratungstermin bei einem Steuerberater oder Rechtsanwalt wahrnehmen. Wer sich bei irgendwas unsicher ist, immer nachfragen! Denn Eure Rechtsform ist nicht nur in der Gründungsphase relevant, sondern bestimmt und beeinflusst auch Euren Arbeitsalltag, die Unternehmensführung Steuerfragen, Buchhaltungsvorschriften und vieles mehr. Aber keine Sorge! Denn natürlich kann (oder gar muss) die Rechtsform auch in späteren Phasen der Unternehmensentwicklung noch gewechselt werden. Wie immer viel Erfolg beim Gründen wünscht Euch

Eure

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